Montag, 23. Januar 2012
Ruhe
Heute habe ich extra mit dem Üben gewartet bis ich ganz ungestört war. Konnte so zwar erst um Viertel zehn beginnen, aber es hat sich gelohnt.

Es macht so viel aus, Ruhe zu haben und sich auf den Atem und den eigenen Rhythmus zu konzentrieren. Habe zwar ein leichtes Zwicken in der rechten Hüfte und weiß nicht genau, ob es Muskelkater oder eine kleine Überdehnung ist, aber ich habe vorsichtig den braven Hund geturnt. Und es hat viel besser geklappt als gestern.

Habe mir auch vorgenommen, jetzt erstmal DVD-mäßig nichts Neues mehr anzuschaffen. Im braven Hund für Zwischendurch und in meinem langen Programm mit Ralf stecken so viele Dinge, die verbesserungswürdig sind und weitere Übung erfordern, dass es erstmal eine ganze Weile reicht.

Stelle fest, dass ich mich merkwürdigerweise mit den bekannten Programmen nicht langweile - im Gegenteil, ich kann Fortschritte besser beurteilen und die Einheiten kommen mir weitaus kürzer vor als sie tatsächlich sind. Außerdem werde ich präziser in der Ausführung und habe so das Gefühl, 25 bzw. 47 Minuten hintereinander etwas getan zu haben und nicht nur mehr schlecht als recht hinterher zu hecheln. Und wenn mich der Hafer sticht, hab ich ja immer noch einen harten Hund zur Auswahl.

Heute wolte ich mal gucken, wie die Füße in der Heldenstellung korrekt zu stehen haben und wie die Hüfte ausgerichtet wird und siehe da - ich habe vier verschiedene Beschreibungen gefunden. Na also, auch beim Yoga sind sich nicht alle einig ;-)

Fühle mich jetzt wohlig entspannt. Gute Nacht!



Kurstag Eins
Habe meine ersten beiden Stunden Yoga-Grundkurs geschafft und bin sehr sehr zufrieden. Mit dem Aufbau der beiden Stunden, den Übungen aber auch mit mir. 

Aber mal der Reihe nach: das wichtigste ist tatsächlich die Atmung, den sie verbindet den körperlichen Teil der Asanas mit dem Geist. Deswegen haben wir mit Atemübungen begonnen: in den unteren Bauch, in die Flanken, in den  oberen Brustkorb...später fließend verbunden. Das war schwierig das Einatmen so zu dritteln, dass man für jeden Bereich auch noch Platz hatte, aber nach drei vier mal hat es wirklich geklappt. 

Dann haben wir Dehnübungen für die Beine gemacht, teilweise kannte ich die schon von den Hunden, daher ging das auch relativ gut. 

Eine Übung war für die Arme - ich fürchte, das gibt einen kleinen Muskelkater😳. 

Weiter ging es mit kleinen Sonnengrüssen aus dem Kniesitz beginnend. Hier habe ich es wirklich geschafft nach Anweisung zu Atmen. Vielleicht durch die Übungen am Anfang?

Dann kam die Kobra, erst im Fluss aus dem herabschauenden Hund ins Brett. Später nur die Kobra, dann aber mit Unterstützung durch die Lehrerin, dass hat aber auch ordentlich gezwackt. Gefûhlt hat sie mich auf 90Grad gebogen😉. 

Ganz zum Schluss Shavasana. Dazu hat sie mich liebevoll mit einer Decke zugedeckt und ein Kamillenkissen auf die Augen gelegt. Und dann gab es mal eine richtig lange Entspannungsphase, begleitet von ihren Anweisungen, in welchen Körperteil man sich hineinfühlen soll. Mit wachem Verstand den Körper tiefenentspannen - erfordert auch wieder Konzentration ( noch nicht daran zu denken, was es zum Frühstück geben soll😉) aber es klappt.

Jedenfalls gingen die zwei Stunden gut rum, ich spüre dass ich was gemacht habe, bin aber nicht völlig im Eimer. Mal sehen, wie es sich morgen früh anfühlt. Meine Arme sind schon jetzt ganz schön klamm😏.

Noch was zu Deinem Sonntag, musste da noch ein bisschen drüber nachdenken. Da beißt sich das Yogi-sein vielleicht doch ein bisschen in den Schwanz: im Gleichklang mit allen sein und gleichzeitig Zeit für sein innere Einkehr finden.😖 Ob man vielleicht trainieren kann, die Umwelt für seine Asanas komplett auszublenden? So wie man das Atmen üben kann? Als heute hier die Hunde anfingen zu bellen, hat die Lehrerin einfach ein bisschen die Stimme gehoben, vielleicht muss man - wenn das Umfeld zu spürbar ist, auch einfach Ralle, Susi und Co lauter aufdrehen???

Wir finden ganz bestimmt unseren Weg!

Namaste!